Der Siemers'sche Hof

Bergstedter Markt 1 D-22395 Hamburg tel. 040 - 606 79 140

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Geschichte des Bergstedt-Zentrums

"Siemers’scher Hof"

Der im Zentrum des altertümlichen Ringdorfes gelegene Siemers’sche Hof - heute der Bergstedter Markt - wurde im Jahre 1757 als Reetdach gedecktes Bauernhaus erbaut.

1870 brannte das Gebäude weitgehend ab und an seiner Stelle ließ Caspar Friedrich Siemers vom Zimmermeister des Ortes im Südlich Ländlichen Herrenstil das bis heute erhaltene Bauerngebäude mit einer zweigeschossigen Wagenremise errichten, die 1878 fertiggestellt wurde. Mensch, Vieh, und Vorräte wurden noch unter einem Dach vereinigt.

Während alle Höfe im Umkreis mit ihrer Grotdör auf den Markt ausgerichtet waren, weist der Siemers’sche Hof nach Norden hin zu einer Quelle, die noch heute im Nordteil der Wagenremise gekennzeichnet ist. 1894 wurde nachträglich das Herrenhausportal mit Familienwappen und der Inschrift Heinrich Siemers gebaut, das üblicherweise zum Markt hin ausgerichtet war.

Die mit Naturstein (Katzenköpfe) gepflasterte Hoffläche und die Einfriedigungen der Außenhoffläche mit vom Steinmetz bearbeiteten Findlingen rundeten das für gehobene Wohnansprüche gebaute Bauerngebäude zur damaligen Zeit ab.

Heinrich Siemers (1868 - 1955) hatte keine Erben und verkaufte 1939 den größten Teil seiner Felder und Weiden an die Stadt Hamburg. Das restliche Anwesen kaufte die Stadt Hamburg dann nach dem Krieg hinzu und stellte den gesamten Resthof unter Denkmalschutz. Damit begann für das Anwesen nicht zuletzt durch beschränkte Sanierungsmittel der Stadt ein Dornröschenschlaf. Die Gebäudeteile wurden zunehmend baufällig und der Remisenteil stand Ende der Neunziger Jahre kurz vor dem Einsturz.

Im Jahre 1999 erwarben schließlich drei selbständige Handwerker gemeinsam den denkmalgeschützten Hof von der Stadt Hamburg. Das damalige Konzept der Investoren wurde in ersten kleinen Schritt umgesetzt. Zentrale Themen des Konzeptes waren:

  1. Die Zusammenführung diverser Gewerbebetriebe unter ökologischer Perspektive zum zukunftsweisenden Ökologischen Zentrum Bergstedt (wirtschaftlicher Aspekt);
  2. Die Wiederbelebung einer ursprünglichen Symbiose von Arbeit, Handel und Kultur (auch gemeinwesenorientierte Arbeit) im alten Bergstedter Kern (soziokultureller Aspekt);
  3. Die nahezu vollständige Erhaltung der Substanz und Wahrung der ursprünglichen Identität des Siemers’schen Hofes durch das Ökologische Zentrum Bergstedt (Denkmalschutz- und Städteplanungsaspekt).

Um den sich im Laufe der Zeit herausbildenden Interessen der einzelnen Hofbesitzer gerecht zu werden, wurde der Hof 2005 in drei großflächige Eigentumsanteile im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft geteilt. Das Haupthaus des Hofes wurde in zwei Eigentumsanteile geteilt, zum einen der Wohntrakt des Bauernhauses für die Inhaber Mathias Bergmann und Dirk Ebhard und zum anderen der angrenzende Stalltrakt für die Inhaber Arne Hagemann und Brigitte von Lienen (Siemershof). Die zweigeschossige angrenzende Wagenremise wurde von Michael Lange übernommen.

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